Wohnberechtigungsschein

Ein sogenannter Wohnberechtigungsschein berechtigt zur Anmietung bestimmter Wohnungen. Die gesetzlich festgelegten Einkommensgrenzen dürfen dabei nicht überschritten werden. Dies bescheinigt der Wohnberechtigungsschein gegenüber Vermietern, die eine Wohnung mit Sozial-oder Belegungsbindung anbieten. Darunter gibt es auch Wohnungen für bestimmte Personenkreise, sogenannte Vorbehaltswohnungen z. B. für ältere Menschen oder Behinderte. Für Notfälle gibt es den sogenannten Wohnberechtigungsschein mit Dringlichkeit. Er wird nur ausgegeben, wenn ein dringender Grund vorliegt, beispielsweise wenn der Antragsteller von Obdachlosigkeit bedroht ist oder die gegenwärtigen Wohnumstände nicht zumutbar sind.

Da Sozialwohnungen aus den öffentlichen Mitteln der Länder finanziert werden, stehen sie unter einer Preis- und Belegungsbindung. Das heißt, in diesen Wohnungen ist nicht jeder Bürger berechtigt zu wohnen. Außerdem darf die Wohnung nicht zu einer beliebig hohen monatlichen Miethöhe vermietet werden. Vermieter dürfen hier lediglich die Kostenmiete fordern. Daher sind Sozialwohnungen besonders günstig. Mieter mit WBS sind außerdem für die Dauer der Mietzeit vor höheren Mieterhöhungen geschützt. Generell darf eine Erhöhung der Miete in diesen Fällen nur erfolgen, wenn eine Zustimmung zur Wohnungsmodernisierung erfolgt ist, oder wenn  Hypothekenzinsen, Instandhaltungskosten oder Verwaltungskosten erhöht werden

Wer erhält einen Wohnberechtigungsschein?

Grundsätzlich ist jeder volljährige Bürger dazu berechtigt, für sich selbst, seinen Partner oder seine Familie einen Wohnberechtigungsschein (kurz: WBS), der abhängig vom Einkommen ist, zu beantragen. Zur Berechnung wird das Jahresbruttoeinkommen oder Lohnersatzleistungen zugrunde gelegt. Bestimmte Einkommensarten berechtigen zur Absetzung von Werbungskosten. WBS-Anträge sind oft online erhältlich sowie in den dafür zuständigen Behörden des jeweiligen Wohnortes des Antragstellers.

Was steht in einem Wohnberechtigungsschein?

Aus dem WBS geht hervor, wer berechtigt ist, mit diesem Schein eine Wohnung, die mit öffentlichen Geldern gefördert wird, anzumieten. Im WBS ist außerdem die Größe der anzumietenden Wohnung vermerkt. Denn es ist festgelegt, welche Wohnungsgröße Antragstellern zusteht. Der Schein bestätigt gegenüber dem potenziellen Vermieter, dass der Inhaber des WBS aufgrund seines Einkommens dazu berechtigt ist, eine entsprechende Wohnung zu beziehen.